PETER LAND
1966 geboren in Aarhus, Dänemark
Lebt und arbeitet in Kopenhagen, Dänemark und Malmö, Schweden
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Peter Land, 2010
Foto: Jeanette Land Schou
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The Lake, 1999
Ed. 3/5
DVD 10’ 50" Loop
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Persönliche Daten
| 1988-94 |
Königlich Dänische Kunstakademie, Kopenhagen |
| 1994-95 |
Goldsmith College, London |
| seit 1993 |
Zahlreiche internationale Ausstellungen |
Zum Werk
Der dänische Künstler Peter Land agiert
als Performer, Zeichner, Maler und Bildhauer. Bekannt wurde er durch
seine Videos, die ab Mitte der 1990er Jahre bis Anfang der 2000er
Jahre entstanden. Darin erforscht er auf humorvolle, burleske Weise
menschliche Verhaltensmuster, mit denen sich die Betrachter identifizieren
können. Meist ist er selbst als einziger Darsteller in skurrilen
Begebenheiten zu sehen.
In „The Lake“ von 1999 spielt
er einen Jäger, der in einem kleinen idyllischen Waldsee in
ein Boot steigt und rudert. Plötzlich schießt er selbst
mit dem Gewehr ein Loch in sein Boot und wartet sitzend auf seinen
Untergang. Nur langsam sinkt das Boot in dem seichten Gewässer
ab. Schließlich verschwindet der Jäger im Wasser und
nur noch sein Hut schwimmt auf der Oberfläche. Das Scheitern,
beliebtes Thema in Peter Lands Satiren, wird ins Lächerliche
gezogen. Der stoisch erwartete Untergang verzögert sich und
wird infrage gestellt.
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Zombies, 2004
Öl auf Leinwand
148 x 192 cm |
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Ohne Titel (Man in bed, small
doors), 2006
Öl auf Fiberglasguss, bemaltes Holz, verschiedene
Materialien
Dimensionen variabel |
Während Lands Videos im Tragisch-Komischen münden, geht
er im Medium der Malerei einen Schritt weiter und spielt oft mit
Angst- und Schreckensszenarien. So zeigt z.B. das Ölgemälde
„Zombies“ von 2004 menschliche, zwielichtige Gestalten,
die einem Splatter-Movie entstiegen sein könnten und keine
Kontrolle mehr über sich selbst haben.
Um Kontrollverlust geht es auch in Lands bildhauerischem Werk. Die
Skulptur „Ohne Titel (Man in bed, small doors)“, 2006,
stellt ein unbehagliches Selbstporträt des Künstlers im
Bett liegend dar. Alles ist anatomisch korrekt in Lebensgröße
dargestellt, nur die Arme und Beine sind überproportional langgezogen
und wirken wie völlig ausgeleiert. Erinnernd an „Alice
im Wunderland“ ist der Raum, in dem das Bett steht, mit mehreren
viel zu kleinen Türen ausgestattet, durch die die menschliche
Figur niemals passen kann. Der Künstler ist gefangen in einer
alptraumhaften, hoffnungslosen Situation, in der er die Kontrolle
über seinen eigenen Körper verloren hat.
Silvia Köpf
Ausstellungsbeteiligungen im Essl Museum
Weiterführende Literatur zu diesem Künstler finden Sie in der
Bibliothek >> des Essl Museums.
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updated: 13.03.2012
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